- Bringe nicht auf der Kleidung oder der Schultasche des Kindes von außen sichtbar seinen Namen an. Das Ansprechen des Kindes mit seinem Namen durch einen Fremden könnte zu einer Vertraulichkeit führen, die nicht gegeben ist.
- Schicke dein Kind – wenn möglich – gemeinsam mit anderen Kindern zur Schule oder zum Spielplatz.
- Kinder müssen lernen, Distanz zu Fahrzeugen zu halten, wenn sie angesprochen werden. Es darf auf keinen Fall auf Zuruf an ein Fahrzeug herantreten. Vermittle deinem Kind auch, dass ein Autofahrer besser einen Erwachsenen nach dem Weg fragen sollte.
- Lebe dieses Distanzverhalten vor: Wirst du in Begleitung deines Kindes von einem Autofahrer nach dem Weg gefragt, so beuge dich nicht aus Höflichkeit zum Fahrzeug herunter, sondern halte selbst Distanz. Dein Kind wird sich dieses Verhalten merken und übernehmen.
- Kinder müssen auch lernen, dass sie eine Aufforderung oder einen Zuruf ignorieren und weitergehen dürfen. Erkläre deinem Kind, dass es auf Zuruf von Fremden nicht hören muss, und dass es nicht unhöflich ist, wenn es einfach weitergeht. Es hat ein selbstverständliches Recht auf Selbstschutz und Sicherheit. Sag das deinem Kind, die Erfahrungen der Polizei aus vielen Opfergesprächen haben gezeigt, dass ein Kind hierzu manchmal ausdrücklich eine Erlaubnis braucht.
- Wenn dein Kind einmal gegen diese Regel verstoßen hat, schimpfe nicht in aufgeregter Verfassung, sondern gehe mit ihm die getroffenen Absprachen erneut ruhig durch. Ein verängstigtes Kind wird sich in einem Wiederholungsfall nicht mehr an dich wenden, wenn es mit einer erregten Reaktion konfrontiert wird und vielleicht auch noch Vorwürfe erntet.
- Übe mit deinem Kind, wie es sich in bedrohlichen Situationen verhalten soll, damit es im Notfall richtig reagieren kann. So sollte es sich nicht scheuen, andere Erwachsene anzusprechen, um Hilfe zu bitten oder auch laut um Hilfe zu schreien.
- Wird es durch einen Täter bedrängt, soll es sofort weglaufen und laut schreien. Täter sind stets bestrebt unauffällig und von der Öffentlichkeit unbemerkt ihre Kontakte zum Kind aufzubauen.
- Dein Kind sollte die Notrufnummer 133 kennen. Erkläre deinem Kind, dass es bei Gefahr ohne Geld und ohne Telefonkarte von jeder öffentlichen Telefonzelle oder auch ohne Guthaben vom Handy aus die Polizei rufen kann.
- Nimm dir täglich Zeit, um mit deinem Kind über seine Erlebnisse und Sorgen zu sprechen. Vermittle deinem Kind das Gefühl, dass es dir alle Erlebnisse erzählen kann, die ihm komisch vorgekommen sind oder vor denen es sich ängstigt.
- Kinder sollen im Alltag Respekt und Selbstvertrauen erfahren, damit sie Selbstbewusstsein entwickeln können. Täter sprechen bevorzugt unsicher und unselbständig wirkende Kinder an, daher ist Selbstbewusstsein ein wirksamer Schutz.



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