Kinderalltag anno dazumal im Museumsdorf Niedersulz

Wie sah eigentlich der Alltag von Kindern aus, lange bevor es Smartphones, Spielkonsolen oder sogar elektrisches Licht gab? Wer das gemeinsam mit seinen Kindern entdecken möchte, sollte sich Sonntag, den 5. Juli 2026, rot im Kalender markieren. Beim Aktionstag „Kinderalltag anno dazumal“ im Museumsdorf tauchen Familien in das Leben eines Weinviertler Dorfes um 1900 ein – und dürfen an vielen Stationen selbst mit anpacken.

Von 10 bis 17 Uhr verwandelt sich das Museumsdorf in einen lebendigen Lern- und Erlebnisort. Statt Zuschauen heißt es hier: Mitmachen, Ausprobieren und Staunen! Ein Stempelpass begleitet die Besucherinnen und Besucher durch den Tag. Wer fleißig alle Stationen besucht und Stempel sammelt, darf sich am Ende über eine kleine Überraschung freuen.

Der Rundgang beginnt für viele Familien in der alten Dorfschule. Dort erleben Groß und Klein, wie Unterricht früher funktioniert hat. Mit Schiefertafel und Griffel ausgestattet, wird gerechnet und geschrieben. Wer kann die geheimnisvoll wirkende Kurrentschrift entziffern, die einst ganz selbstverständlich verwendet wurde?

An vielen Stationen wird schnell klar, dass Kinder früher eine wichtige Rolle im Alltag ihrer Familien spielten. Beim Wäschewaschen mit Waschrumpel, Bürste und Waschtrog ist voller Körpereinsatz gefragt. Wer glaubt, dass eine Waschmaschine selbstverständlich ist, wird hier eines Besseren belehrt.

Auch beim Butterstampfen wird kräftig gearbeitet. Die Kinder erleben hautnah, wie aus Schlagobers frische Butter entsteht – und dürfen das Ergebnis natürlich auch kosten. Ein echtes Highlight für kleine Feinschmecker!

Rund um den Bauernhof warten weitere spannende Aufgaben. Mit einer Scheibtruhe voller Stroh geht es auf einen kleinen Geschicklichkeitsparcours. Gar nicht so einfach, das Gleichgewicht zu halten! Wer schon immer einmal wissen wollte, wie Melken funktioniert, kann sein Talent am Melksimulator testen.

Besonders interessant ist auch das sogenannte „grechtln“. Dabei erfahren die Besucherinnen und Besucher, wie Kinder früher Brennmaterial für den Ofen vorbereiteten. Diese Arbeit gehörte ganz selbstverständlich zum Tagesablauf nach der Schule.

Ein Höhepunkt für viele Kinder dürfte die Lehmbaustelle sein. Hier wird nach Herzenslust „gegatscht“: Mit den eigenen Händen formen die jungen Besucher Lehmziegel und versehen sie mit ihrem persönlichen Zeichen.

Wer es lieber etwas feiner mag, kann im „Haus zum Ausprobieren“ das Stopfen von Socken kennenlernen – eine Fähigkeit, die früher in nahezu jedem Haushalt beherrscht wurde.

„Kinderalltag anno dazumal“ zeigt eindrucksvoll, wie sehr sich das Leben von Kindern in den vergangenen 150 Jahren verändert hat. Gleichzeitig wird deutlich, wie viel Geschick, Verantwortung und Ausdauer früher bereits von den Jüngsten erwartet wurden.

Für Familien bietet dieser Tag eine wunderbare Gelegenheit, Geschichte nicht nur zu sehen, sondern aktiv zu erleben. Zwischen Lehmziegeln, Butterfass, Waschtrog und Schulbank entstehen spannende Gespräche darüber, wie unterschiedlich Kindheit damals und heute ist – und genau das macht diesen Ausflug so besonders.

Slogans

Ich selbst bin hier groß geworden und meine Kinder sind hier aufgewachsen. Ich find es wichtig Kindern zu zeigen, was ein Beruf bedeutet – dann können sie sich später besser entscheiden und den Beruf auch wertschätzen.
Markus Frömmel
froemmel’s conditorei café

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